Vom Kakaogetränk zur Tafel: Wie entstand Schokolade?
Schokolade war die längste Zeit ihrer Geschichte ein Getränk. Maya und Azteken tranken Kakao bitter, kalt und mit Chili gewürzt; die Bohnen dienten zugleich als Zahlungsmittel. 1521 fiel das Aztekenreich an Spanien, und mit den Eroberern gelangte der Kakao über den Atlantik, wo er mit Rohrzucker zum Modegetränk des Adels wurde. Erst im 19. Jahrhundert machten drei Erfindungen aus dem Getränk die feste Tafel.
Kakao in Mittelamerika
Der Kakaobaum stammt aus den Tropenwäldern Mittel- und Südamerikas. Nach Angaben von Planet Wissen benutzten die Maya Kakaobohnen als Zahlungsmittel und tranken daraus bereitete Getränke; eine Laboruntersuchung an einem Maya-Gefäß wies Spuren von Koffein und Theobromin nach, den beiden anregenden Stoffen des Kakaos. Bei den Azteken hieß das Getränk Cacahuatl. Es wurde kalt und bitter zubereitet, mit Chili und Vanille gewürzt und bei den Festen des Adels ausgeschenkt. Dass der Kakaobaum Koffein und Theobromin bildet, hat denselben Grund wie beim Teestrauch: Die Stoffe schützen die Pflanze vor Fressfeinden. Der Beitrag Warum produzieren Pflanzen Koffein? erklärt die Zusammenhänge.
Der Weg nach Europa
Im Gepäck der spanischen Eroberer kam der Kakao im Jahr 1521 nach Europa. Dort veränderte er sich: Statt Chili kam Rohrzucker in den Becher, und aus dem bitteren Kriegertrunk wurde ein süßes, warmes Getränk für Adel und wohlhabendes Bürgertum. Über Jahrhunderte blieb Schokolade ein Luxusgut, das man trank, nicht aß. Kakaobutter, der Fettanteil der Bohne, machte das Getränk schwer und ließ sich mit den Mitteln der Zeit nicht abtrennen.
Drei Erfindungen, eine Tafel
Der Übergang vom Getränk zur Tafel vollzog sich in wenigen Jahrzehnten, wie Planet Wissen nachzeichnet:
| Jahr | Erfindung | Was sie veränderte |
|---|---|---|
| 1828 | die hydraulische Kakaopresse | trennt Kakaobutter von der Kakaomasse; übrig bleibt ein fettarmes Pulver, das sich mit Wasser mischen lässt |
| 1847 | die erste Tafelschokolade | Kakaopulver und Zucker werden mit geschmolzener Kakaobutter statt mit Wasser vermischt; die Masse erstarrt zur Tafel |
| 1867 | das Milchpulver | macht Milch haltbar beimischbar; kurz darauf entsteht mit Kondensmilch die Milchschokolade |
Die Pointe liegt im zweiten Schritt: Dieselbe Kakaobutter, die man für das Pulver aus der Masse gepresst hatte, wurde der Masse wieder zugegeben, nur diesmal ohne Wasser. Damit war die Schokolade zum ersten Mal fest und schmolz erst im Mund. Dieses Schmelzverhalten der Kakaobutter ist bis heute der Grund, warum schokolierte Ware temperaturempfindlich ist; was beim Versand zu beachten ist, steht auf der Seite Kann Schokolade per Post verschickt werden?
Was davon heute im Sortiment steckt
Die Geschichte lässt sich im Regal nachvollziehen. Kakao-Nibs, gebrochene und geröstete Kakaobohnen ohne Zucker, kommen dem Rohstoff der Maya am nächsten: herb, leicht bitter, knusprig. Kakao- und Schokotees greifen die Idee des Getränks auf, mit Kakaoschalen und Schokostücken in Tee- und Kräutermischungen. Und die Tafel von 1847 lebt in jeder schokolierten Nuss und Frucht weiter, etwa in den Amarena-Kirschen in Zartbitterschokolade. Was Vollmilch, Zartbitter und weiße Schokolade unterscheidet, erklärt die Seite Was der Kakaoanteil bedeutet.
Für Firmenpräsente ist die Geschichte selbst ein Verkaufsargument: Ein Einleger, der vom Zahlungsmittel der Maya bis zur Tafel führt, gibt einem Präsent aus Kakao-Nibs, Schokonüssen und Schokotee einen roten Faden. Wie Tee und Schokolade in einem Präsent zusammengehen, beschreibt die Seite Welcher Tee passt zu Schokolade als Firmenpräsent?
Weiterführende Bereiche
Quellen
Schokolierte Nüsse und Früchte, Kakao-Nibs und Schokotees in Originalgebinden, für Präsente, Wiederverkauf und Mischungen unter eigener Marke.