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Wie kam der Tee nach Europa und nach Ostfriesland?

WissenWarenkunde: Tee, Nüsse und Trockenfrüchte

Tee erreichte Europa zu Beginn des 17. Jahrhunderts über See: 1610 brachten Schiffe der niederländischen Ostindien-Kompanie das erste Teekraut aus Übersee. Von den niederländischen Häfen aus gelangte der Tee in die Nachbarregionen, und nirgends fasste er so dauerhaft Fuß wie in Ostfriesland. England stieg 1669 in den Teeimport ein und machte den Tee später zum Nationalgetränk.

Von China an die Nordseeküste

In China war Tee lange vor seiner Ankunft in Europa ein Alltagsgetränk; die Grüne Schule der TU Braunschweig datiert die Teepflanze in China bis ins dritte Jahrtausend vor Christus. Europäer lernten den Aufguss erst kennen, als niederländische Kaufleute den Seeweg nach Ostasien befuhren. Der Tee kam als Handelsware mit Gewürzen und Porzellan an und war zunächst teuer. Dass er sich ausgerechnet an der ostfriesischen Küste durchsetzte, erklärt die Ostfriesische Landschaft mit der Nähe zu den Niederlanden: Der Küstenhandel brachte das neue Getränk früh in die Region, und dort wurde es zum Modegetränk, das die Oberschicht nicht für sich behielt.

Eine Teekultur mit eigenen Regeln

Aus dem Modegetränk wurde eine Alltagskultur mit festen Formen. Die Ostfriesische Teezeremonie folgt einer Abfolge: ein Stück Kandis in die Tasse, der heiße Tee darüber, dann ein Löffel Sahne, der am Tassenrand eingegossen wird und als Wölkchen aufsteigt. Nicht umgerührt wird absichtlich, damit sich die drei Schichten nacheinander zeigen. „Drei Tassen sind Ostfriesenrecht“ lautet die Regel, die die Ostfriesische Landschaft zitiert: Mindestens drei Tassen werden unaufgefordert eingeschenkt.

Diese Kultur ist amtlich anerkannt. 2016 nahm die Deutsche UNESCO-Kommission die Ostfriesische Teekultur in ihr bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf. Nach Angaben der Ostfriesischen Landschaft trinken Ostfriesinnen und Ostfriesen im Durchschnitt 300 Liter Tee im Jahr pro Kopf und liegen damit weltweit an der Spitze.

Was die Ostfriesische Mischung ausmacht

Die Teekultur hat eine eigene Teeart hervorgebracht: die Ostfriesische Mischung. Sie ist kein Sortentee, sondern eine Komposition aus mehreren Schwarztees, in der kräftige Assam-Tees den Ton angeben. Die Mischung ist auf das weiche Küstenwasser und auf Kandis und Sahne abgestimmt, sie muss sich gegen beides behaupten. Deshalb fällt sie dunkler und malziger aus als ein Darjeeling oder ein Ceylon, die eher pur getrunken werden.

TeeartCharakterTypische Verwendung
Ostfriesische Mischungkräftig, malzig, dunkelmit Kandis und Sahne, Kannenservice
Assamwürzig, vollmundigFrühstückstee, verträgt Milch
Darjeelinghell, blumigpur, Nachmittag
Earl GreySchwarztee mit Bergamottepur oder mit etwas Milch

Für Gastronomie, Wiederverkauf und Präsente

Wer Tee in Norddeutschland verkauft oder ausschenkt, kommt an der Ostfriesischen Mischung nicht vorbei; sie ist die Sorte, nach der Gäste mit Namen fragen. Im YuboFiT-Sortiment steht sie als Ostfriesen-Blattmischung neben reinen Assam-Tees. Als Kundengeschenk hat sie einen Vorteil, den kaum eine andere Sorte bietet: Sie bringt ihre eigene Geschichte mit, die sich auf dem Etikett oder einem Einleger erzählen lässt. Wie ein Teepräsent unter eigener Marke entsteht, beschreibt die Seite Welche Weihnachtstees eignen sich als Firmenpräsent?

Weiterführende Bereiche

Quellen

Ostfriesentee

Ostfriesische Blattmischungen und kräftige Assam-Tees für Kannenservice, Wiederverkauf und Präsente, lose und auf Wunsch mit eigenem Etikett.

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