Was ist Lapacho-Tee und wie wird er richtig aufgegossen?
Lapacho ist kein Blatttee. Aufgegossen wird die innere Rinde eines südamerikanischen Baums, und das ändert die Zubereitung grundlegend: Rinde gibt ihre Bestandteile nicht beim kurzen Ziehen ab, sie muss mitkochen. Wer Lapacho wie Schwarztee behandelt, bekommt gefärbtes Wasser ohne Geschmack.
Woher Lapacho kommt und was verwendet wird
Lapacho stammt vom Lapachobaum, der in Süd- und Mittelamerika wächst. Verwendet wird nicht das Blatt, sondern die innere Rindenschicht. Sie wird geschält, getrocknet und geschnitten. Je nach Herkunft und Schnitt fällt die Farbe von hellbraun bis rötlich aus.
Im Handel finden Sie Lapacho meist als losen Rindenschnitt. Für Aufgussbeutel wird feiner geschnitten, für die Kanne gröber. Der Schnitt beeinflusst, wie schnell die Rinde abgibt, und damit die nötige Kochzeit.
Wie Lapacho zubereitet wird
- Kalt ansetzen: Die Rinde mit kaltem Wasser in den Topf geben, nicht in bereits kochendes Wasser.
- Aufkochen und köcheln lassen: Anders als Blatttee braucht Lapacho mehrere Minuten bei kochender Hitze.
- Abseihen: Danach die Rinde absieben, sie kann für einen zweiten Ansatz verwendet werden.
- Nachziehen: Wer es kräftiger mag, lässt den abgeseihten Aufguss noch einige Minuten stehen.
Die genauen Zeiten stehen auf der Artikelseite, weil sie vom Schnitt abhängen. Als Faustregel gilt: Je gröber die Rinde, desto länger die Kochzeit.
Lapacho ist von Natur aus koffeinfrei. Das macht ihn für die Gastronomie interessant, wenn am Abend ein warmes Getränk ohne anregende Wirkung gefragt ist.
Was Wiederverkäufer beim Einkauf beachten sollten
Achten Sie auf den Schnitt und auf den Anteil an Holzstücken. Reine Innenrinde ist heller und gibt gleichmäßiger ab; grobe Ware mit hohem Holzanteil braucht länger und schmeckt flacher.
Zweitens auf die Deklaration. Lapacho wird gelegentlich unter den Handelsnamen Tahibo oder Pau d'Arco geführt. Für die Kennzeichnung Ihres Endprodukts brauchen Sie eine eindeutige Bezeichnung, und das Zutatenverzeichnis muss die tatsächlich verwendete Ware nennen.
Drittens auf die Zubereitungsangabe. Weil Lapacho anders zubereitet wird als Blatttee, gehört der Hinweis auf das Mitkochen auf die Packung. Kunden, die ihn wie Schwarztee aufgießen, halten das Produkt sonst für fehlerhaft.
Lapacho im YuboFiT-Sortiment
Im Sortiment steht Lapacho als loser Rindenschnitt, pur und in Mischungen mit Kräutern oder Früchten. Für Wiederverkäufer ist die lose Ware in größeren Gebinden interessant, für Präsente die abgepackte Variante.
Unter eigener Marke lässt sich Lapacho genauso abfüllen wie jeder andere Tee. Die Zubereitungsangabe wird dabei an die Ware angepasst, damit auf der Packung die richtige Kochzeit steht.
Ehrlich gesagt: hier gehen viele Anbieter zu weit
Zu Lapacho kursieren im Netz zahlreiche gesundheitsbezogene Versprechen. Wir machen sie nicht, und zwar nicht aus Vorsicht, sondern weil gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln nur mit Zulassung zulässig sind. Für Sie als Wiederverkäufer ist das ein handfestes Thema: Wer solche Aussagen von einer Lieferantenseite in die eigene Produktbeschreibung übernimmt, haftet dafür selbst.
Weiterführende Bereiche
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